Willkommen

Willkommen bei der Christlichen Arbeitsgemeinschaft Tanz in Liturgie und Spiritualität e.V.

 
Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeitsgemeinschaft interessieren.
Als ökumenischer Zusammenschluss von Menschen christlichen Glaubens ist unser zentrales Anliegen, Tanz und Gebärde als wichtige Erfahrungs- und Ausdrucksweise in den verschiedenen Formen von Liturgie und christlicher Spiritualität zu entfalten und weiter zu verbreiten.

Die vielfältigen Ausdrucksweisen umfassen Gebetsgebärde und leibliche Präsenz im (liturgischen) Raum, gemeinschaftlicher Kreistanz und Soloperformance, Improvisation und Choreographie. Dabei sind uns das tänzerische Niveau wie auch die theologische Reflexion wichtig.  Auf unserer Homepage finden Sie aktuelle Informationen, Veranstaltungstermine und AnsprechpartnerInnen Ihrer Region.

Persönlich finden Sie uns auf von uns gestalteten Symposien und Kirchentanzfestivals wie auch auf Katholiken- und Kirchentagen.

Gerne können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen auf einer unserer

Veranstaltungen.

Katrin Gergen-Woll   - 1. Vorsitzende

Hier können Sie uns treffen und kennenlernen …

Veranstaltungen, auf denen die CAT mit Workshops, Tanzgottesdiensten und einem Stand vertreten ist

  • Katholikentag 25.-29. Mai 2016 in Leipzig

      Aktuelle Info zu den Tanzveranstaltungen!

  • Deutscher Evangelischer Kirchentag 24. – 28. Mai 2017 Berlin - Wittenberg

Eigene Veranstaltungen der CAT

  • Kirchentanzfestival vom 5.-8. Mai 2016 auf dem Hesselberg - Flyer  Anmeldung
  • Symposium  „Tanz – Gottes – Dienst“  vom  5.-8. Januar 2017
    im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen–Werden 

 

Bericht über die Fachtagung Kreistanz 1.-4. Oktober 2015 von CAT und „Bibel getanzt“ (Katrin Gergen-Woll)

Bericht zur Fachtagung Kreistanz 2015
Ich bin und erfahre mich … im Körper, im Tanz, im Raum, in der Beziehung …
Kennen Sie eine Tagung, die mal nicht im Sitzen beginnt? Wie könnte man eine Fachtagung Kreistanz anders als auf den Füßen beginnen? Gar nicht … und so bewegten sich am Eröffnungsabend 70 Personen durch die Aula des Forums Vinzenz Pallotti in Vallendar bei Koblenz. Sr. Monika Gessner hat zum „le basque“ aufgefordert und niemand ist auf den Stühlen am Rande des Tagungsraumes sitzen geblieben. Zu fröhlich-beschwingter Musik erkunden alle die Weite der Aula, begrüßen einander per Augenkontakt und kommen in der Mitte, um die Mitte zusammen.
 
 
 
 
 
Erst dann folgen die „offiziellen“ Begrüßungsworte der Kooperations-partner dieser Fachtagung:
Katrin Gergen-Woll vom Vorstand der CAT, Sr. Monika Gessner von „Bibel getanzt“ und Gudrun Schäfer vom Forum Vinzenz Pallotti. Nach einer kurzen Vorstellung des Teams und der Workshopleiterinnen kommen weitere Tänze, später eine erste Begegnung mit den „Ich-bin-Worten“ des Johannesevangeliums in Kleingruppen. Im Stuhlkreis (nun doch sitzend) wird eine erste theologische Hinführung durch die Referentin Annette Schulze angehört. In der Bibelwissenschaft gehört das Johannesevangelium zu den Schriften, über deren Deutung es die meisten Differenzen gibt. Viele Menschen zieht es durch seine Bildersprache und literarische Eigenart an (vgl. Prolog u.ä.). Das Johannesevangelium ist reich an Bildern und Zeichen, die das Reich Gottes beschreiben wollen, es ist einfach und schwierig, einladend und herausfordernd. In den für das Johannesevangelium so typischen „Ich-bin-Worten“ Jesu wird - in konkreten Bildern - erfahrbar wie Gott sich in Jesus offenbart. Metaphern wie Brot, Licht, Tür und Weg lassen sich leicht mit eigenen Lebenserfahrungen aus dem Alltag verbinden. Die Wunder, die Jesus wirkt, sind keine Sensationen und keine Events. Das Johannesevangelium will sie als „Zeichen“ verstanden wissen, in denen Gottes Herrlichkeit aufscheint. Der Abend schließt mit einem getanzten Abendlob.
Im getanzten Morgenlob am Freitag wurde eine Verbindung zwischen dem „ich-bin“ aus dem brennenden Dornbusch (Erstes/Altes Testament) zu Jesus, wie ihn das Johannesevangelium als Messias versteht, gezogen. Nach dem Frühstück werden neue Schrittfolgen, einfache und komplexe Choreografien eingeübt. Der Tag steht unter dem Thema: Ich bin und erfahre mich … im Körper, im Tanz, im Raum, in der Beziehung … und ich suche mit tastenden Schritten, ausgestreckten Armen und wachem Herzen jenen, vom dem das Johannesevangelium in unterschiedlichen Bildern erzählt, dass er der „Ich-bin-da“ ist. Zu Anweisungen wie „Schritt rechts, Schritt links“, „Wie-gen“, „kreuzt vor, seitwärts, kreuzt rück“, „Seit-an“, „zur Mitte kommen mit vier Schritten“ bewegen sich die Tanzenden durch die sonnenlichtdurchflutete Aula. Die Bewegungen des Körpers sollen mit inneren Bewegungen, Glaubens- und Sinnsuche, Zweifel und Gehaltenwerden verbunden werden. Erst die innere Haltung und Erfahrung gibt den äußerlich sichtbaren Bewegungen Charakter, Präsenz und Authentizität. Das will geübt und wiederholt werden. In der Wiederholung wird Verwandlung erlebt, nie ist ein Tanz gleich, wenn ich die Bewegungsfolgen in wacher Achtsamkeit vollziehe, wenn ich ganz da-bin. Der theologische Vortrag am Nachmittag kreist um die „Ich-bin-Worte“ Jesu und gibt Anregungen sowohl für die persönliche, geistliche Vertiefung als auch für den lebhaften Austausch in Dreiergruppen.
 Am Abend stellen Claudia Schimmer und Katrin Gergen-Woll die Christliche Arbeitsgemeinschaft Tanz in Liturgie und Spiritualität e.V. vor, die seit 1997 den Tanz als Ausdrucksweise des Glaubens und als Element des Gottesdienstes fördert. Die CAT-Mitglieder organisieren ehrenamtlich wissenschaftliche Symposien und Kirchentanzfestivals, feiern Tanz-Gottesdienste sowohl auf Katholiken- und Kirchentagen als auch in ihren Gemeinden vor Ort. Den Schlusspunkt setzt ein „Abendlob mit Händen und Füßen“. 
Der Regenbogen, das Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen, eröffnet den Samstag. Es folgt auf das Erlernen der Tänze das theologisch-spirituelle Referat von Annette Schulze zu den Zeichenhandlungen Jesu im Johannesevangelium. Diese Zeichenhandlungen enthüllen Gottes Liebe und seine Macht die Welt zu erschaffen, zu erhalten und zu erlösen. Die Speisung der Menge bzw. die Brotvermehrung (Joh 6,1-15) konstituiert das Volk Gottes in seiner Urform als Mahlgemeinschaft, als Teilhabe am Überfluss des Schöpfungssegens. In der „Heilung des Blindgeborenen“ (Joh 9,1-12) schenkt Jesus einem Menschen nicht nur das Augenlicht, er befreit den Blinden auch von dem Verdacht, seine Blindheit sei eine von Gott verhängte Strafe für ein Fehlverhalten. Darüber hinaus wird Jesus als das Licht der Welt verstanden, das die Finsternis erhellt. Die Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-57) zeigt auf, dass es das wahre Leben bereits hier und jetzt gibt in der Teilhabe am Leben Jesu. In diese Erzählung ist auch das Glaubensbekenntnis der Martha eingebettet: „Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes …“.
In drei Workshops „Bibel getanzt“ konnten sich die Tagungsteilnehmer am Vormittag intensiv mit der „Heilung des Gelähmten“ (Anne Helmes), mit dem „Seewandel“ (Christine Sladek) oder mit dem „königlichen Beamten, der um die Heilung seines Sohnes bittet“ (Sr. Gratia Pfaffenbichler) auseinandersetzen. All diese „Wunder“ führen nur dann zum wahren Glauben, wenn sie nicht nur oberflächlich betrachtet werden, sondern als Zeichen mit der Person, der Botschaft und der Passion Jesu zusammengedacht werden. Das Johannes-evangelium legt dazu Jesus selbst folgende Worte in den Mund: „Ich bin nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern zu retten“ (Joh 12,47).
 
 
 
 
 Die Workshops am Nachmittag boten verschiedene Ansätze zur Bibelarbeit (u.a. Bibliolog, Wortassoziationen, Bildbetrachtung, Stationenweg, etc.). 
In allen Kleingruppen beschäftigen sich die Tagungsteilnehmer/innen mit der Oster-Erzählung am Schluss des Johannesevangeliums. Parallel gibt es einen Workshop zum „Vater unser als Gebärdengebet“ und für die Tanzleiterinnen eine Fortbildungseinheit zu Methodik/Didaktik mit der Frage „Wie wird das Tanzen spirituell?“ bzw. „Was kann ich als Tanzleiter/in tun, damit sich Tänze inhaltlich füllen können?“
Die Tanzgruppe Hora Gescher gestaltet das Abendprogramm und präsentiert Tänze von jüdischen Choreographen aus aller Welt, insbesondere Tänze, die auf einer jüdischen Hochzeit getanzt werden könnten. Mit dem „Weinwunder auf der Hochzeit zu Kana“ beschließt das getanzte Abendlob den Tag. Und vermutlich hat Jesu auf diesem großen Fest getanzt, auch wenn das leider nicht so in der Bibel überliefert wird.
Ein getanzter, ökumenischer Sonntagsgottesdienst zum Evangelium von der „Begegnung zwischen Maria Magdalena und dem Auferstandenen“ (Joh 20,11-18) mit Choreographien von Sr. Monika Gessner bildet den feierlichen Höhepunkt und Abschluss der Fachtagung Kreistanz: „Geh und erzähl es …“ Hoffentlich gehen die Tagungsteilnehmer/innen nach Hause und erzählen von der Oster- und Glaubensfreude, die bewegt, und von Bewegung, die den Glauben vertieft, sowie von der Erfahrung eines ökumenischen Gottesdienst, der bewegungs- und geistreich war. Diese Hoffnung mag auch in diesem Spanischen Sprichwort mitklingen: Niemand kann mir nehmen, was ich getanzt habe. Und vielleicht ist jenes Bild aus der christlichen Mystik, dass Christus für Seele im Tanz des Lebens führt, der einen oder anderen Person wieder in Erinnerung gekommen.
Ein großes, herzliches Dankeschön an das Vorbereitungsteam mit Mechthild van Hauth, Sr. Monika Gessner und Gudrun Schäfer sowie an die fünf weiteren CAT-Mitgliedsfrauen Silvia Gores, Anne Helmes, Elisabeth Strübin, Christine Sladek und Gabriela Hesselbach, die die Programmteile dieser Fachtagung Kreistanz vorbereitet und durchgeführt haben! Danke auch an Annette Schulze für Ihre erfrischenden, theologischen Referate und die musikalische Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes mit Spontan-Chor. Danke auch den Workshopleiterinnen Ulrike Görgen, Margit Haas und Sr. Gratia.
Als Erinnerung und zum Weitertanzen zu Hause konnten Tanzbeschreibungen und die CD „Bibel getanzt“ mit 19 Musikstücken (darunter “Du bist da“, „Erbarm dich mein“, „Ego sum – Ich bin“, „Make me an instrument“ und „Segenskreis“ usw.) erworben werden.
Viele der Tagungsteilnehmer/innen freuen sich schon auf ein Wiedersehen beim Kirchentanzfestival vom 5.-8. Mai 2016 im Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg. (Katrin Gergen-Woll)

 

Inhalt abgleichen